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Altersvorsorge mit Anleihen
Anleihen sind Schuldverschreibungen, in denen Staaten, Banken oder Unternehmen Zins- und Tilgungszahlungen versprechen. Die Laufzeit von Anleihen beschreibt den Zeitraum zwischen dem Tag der Ausgabe und der vollständigen Rückzahlung des Nennwerts. Man unterscheidet zwischen kurzfristigen Laufzeiten von unter 2 Jahren sowie zwischen mittel- und langfristigen Schuldverschreibungen.
Als Entgelt erhält der Anleiheanleger eine Verzinsung. Meist sind es laufende Zinsausschüttungen. Erfolgt nur eine Ausschüttung am Ende der Laufzeit, handelt es sich um so genannte Null-Kupon-Anleihen oder Zero-Bonds.
Anleihen werden an den Börsen gehandelt. Sie unterliegen somit auch Kursschwankungen, geprägt von den erwarteten Zinsentwicklungen. So zeigt sich an der Höhe und dem Trend der kurzfristigen Zinsen, zum Beispiel für 3-monatiges Festgeld, ob die Notenbanken viel oder wenig Geld in die Wirtschaft pumpen. Viel Geld heißt sinkende Zinsen. Das soll die Wirtschaft stimulieren. Geschieht das zum falschen Zeitpunkt oder wird dadurch die Inflation angefacht, müssen die Notenbanken bald erneut auf die Bremse treten und wieder zu Zinserhöhungen greifen.
Wenn die Zinsen von einem hohen Niveau her zu sinken beginnen, ist das ein optimaler Zeitpunkt, stark in Anleihen einzusteigen.
Anleihen notieren gewöhnlich in Form eines Prozentwerts. Dieser zeigt an, wie viel Prozent des Nennwerts (Rückzahlungskurs) beim Kauf des Papiers aktuell zu zahlen sind. Je länger die Laufzeit einer Anleihe ist, desto stärkeren Kursschwankungen ist diese ausgesetzt. Mit der Folge, dass im Fall eines vorzeitigen Verkaufs auch mit Anleihen Verluste möglich sind.
Behalten Sie die Anleihen bis zum Laufzeitende, schaden Ihnen zwischenzeitliche Kursschwankungen nicht. Erwerben Sie Anleihen in Zeiten steigender Zinsen, lässt das zwar die Rendite unberührt. Nur: Sie sollten nichts verschenken. Neu herausgegebene Anleihen werden Ihnen eine bessere Rendite bieten.
Das wiederum bedeutet, dass alte Anleihen mit niedrigen Zinsen im Kurs sinken. Und zwar soweit, bis die Rendite auf Verfall das Niveau der neuen Anleihen erreicht. Das gilt jedenfalls für Anleihen gleich guter Qualität.
Anleihen minderer Qualität fallen im Kurs noch tiefer. Besonders gefährdet sind die Anleihen von Unternehmen oder wirtschaftsschwachen Staaten. Liegt in diesen Fällen bereits eine Überschuldung vor, führt der Zinsanstieg schnell zu Schwierigkeiten. Schulden können nicht mehr bedient werden. Im schlimmsten Fall droht der Bankrott. So gehen Sie bei der Auswahl der Papiere am sinnvollsten vor:
Ermitteln Sie zunächst die Konditionen- Achten Sie auf die Bonität des Emittenten. Ein AAA-Rating zeigt erstklassige Zahlungssicherheit an, ab dem "B" wird es schon sehr kritisch.
- Beachten Sie den Betrag, zu dem Sie die Bonds kaufen können. Zero-Bonds werden manchmal erst ab 50.000,- Euro gehandelt und sind damit nicht für jeden attraktiv.
- Optimal für Ihre Kalkulation ist es, wenn die Anleihen nicht vor Ablauf überraschend getilgt werden dürfen.
- Sie müssen die Wertentwicklung Ihrer Bonds verfolgen können. Kaufen Sie deshalb Bonds, deren Kurse in der Zeitung stehen, dies garantiert auch ein Marktvolumen das groß genug ist.
Eine umfassende Übersicht zum Volumen von Anleihen bietet Ihnen www.bondboard.de. Dort wird nach dem Schulnotensystem bewertet, wie stark die einzelnen Wertpapiere gehandelt werden. Bei der Benotung "1" können Sie jederzeit kaufen und verkaufen.
Limitieren Sie die Kaufaufträge Die Kurse von Zero-Bonds schwanken erfahrungsgemäß besonders stark. Mit Limits können Sie daher beeinflussen, ob Ihre Bank teuer oder billig für Sie einkauft. Bei großen Zero-Bonds haben Sie zudem die Möglichkeit, über Zeitungen nachzuvollziehen, ob die Bank Ihnen den richtigen Kurs berechnet hat.
Kaufen Sie günstig ein Wenn Sie bei Ihrer Bank Anleihen ordern, sollten Sie als Handelsbörse ausdrücklich Stuttgart angeben. Die dortige Euwax-Börse garantiert Spannen bei An- und Verkaufskursen zwischen 0,15% und 0,5%. Der Der Handel von Anleihen ist damit für Sie günstiger und transparenter als es bisher der Fall war. Mindern Sie die Kursrisiken. Die Kurse können Sie unter www.euwax.de verfolgen.
Mindern Sie die Kursrisiken Die Kursrisiken bei Anleihen mindert eine Strategie, die unter dem Begriff "Laddering" (Staffelung) bekannt ist. Mit ihr können Sie sich die Marktgegenbenheiten zunutze machen, ohne zum Spielball der Marktkräfte zu werden.
Bei dieser Anlagetechnik wird eine Reihe von Positionen in festverzinslichen Wertpapieren errichtet. Jedes papier entspricht bildlich der Sprosse einer Leiter. Entscheidend ist dabei:
Die Laufzeit der einzelnen Titel wird immer länger, der zeitliche Abstand zwischen den Fälligkeitsterminen jedoch bleibt annähernd gleich. Wird eine Anleihe, die weiter unten auf dieser gedachten Leiter angesiedet ist, fällig, kann sie ersetzt werden. Eine neue Sprosse wird am oberen Ende der Leiter eingefügt.
Mit soliden leitern lässt sichdas Risiko eines Portfolios kontrollieren und zugleich die Rendite steigern. Während anleihen mit längeren Laufzeiten im Allgemeinen höhere Renditen bieten, weisen Sie zugleich eine höhere Schwankungsanfälligkeit auf, weil sie Zinsschwankungen stärker ausgesetzt sind. Die relative Stabilität von Papieren mit kürzeren Laufzeiten bildet ein Gegengewicht dazu. Es federt das Gesamt-Portfolio gegen das Risiko von Zinsveränderungen ab.
Über die Titel mit längeren Laufzeiten schreiben Sie die höheren Zinssätze fest. Zugleich bietet sich aber auch die Möglichkeit, von steigenden Zinsen zu profitieren. Denn die Anleihen im Portfolio werden regelmäßigen Abständen fällig. Die Erlöse können dann zu den neuen, höheren Sätzen reinvestiert werden. damit steigt die Rendite des Portfolios.
Das "Laddering" ist eine optimale Strategie für die langfristige Kapitalanlage. Es trägt dazu bei, dass Ihr Portfolio aus festverzinslichen Wertpapieren in jedem beliebigem Zinsklima gut abschneidet.
Aufgrund der breiten Streuung ist die Sicherheit regelmäßiger Einkünfte groß. Deshalb ist diese Strategie besonders für die Altersvorsorge hervorragend geeignet für Ihre ersten Schritte auf der Leiter:- Bei dem derzeit zu beobachtenden Verlauf der Renditekurve sind kurz- und mittelfristige Anleihen attraktiver als Langläufer.
- Anleger die auf steigende Zinsen setzen und eher konservativ anlegen möchten, sollten Leitern mit kürzeren Laufzeiten bevorzugen.
- Ist die Risikotoleranz höher, können Leitern von einem Zeitraum bis zu 20 Jahren errichtet werden. Solche Leitern werfen eine höhere Rendite ab, neigen allerdings auch zu stärkeren Kursschwankungen.
- Bilden Sie Ihre Leitern nur aus Titeln staatlicher Emittenten, die auf Euro lauten.
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