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Altersvorsorge mit Aktien
Viele Deutsche kaufen inzwischen Aktien. Die meisten jedoch verfolgen dabei keine Strategie. Und die wenigsten haben bisher erkannt, dass sich gerade mit Aktien ein solider Grundstock mit ausgezeichneten Rendite-Chancen für die Altersvorsorge legen lässt.
Der besondere Reiz bei Aktien: Wer sie kauft, wird Miteigentümer des jeweiligen Unternehmens. Neben einer in vielen Fällen nicht zu unterschätzenden jährlichen Dividende sind Kurssteigerungen möglich, die zu hohen Renditen führen können. Das Haftrisiko ist auf die Einlage begrenzt. Die Provision beträgt bei den Geschäftsbanken meist 1%. Billiger sind die Direktanlagebanken (z.Bsp. ING DiBa oder DAB).
Niemand kann exakt vorhersagen, wie sich ein Unternehmen entwickeln wird und wie künftig die Gewinnzuwächse aussehen werden. Aber mit einer gesunden Neugier werden auch Sie schnell in der Lage sein, einen Markt und sein Zukunftspotenzial zu beurteilen und einzuschätzen, wie sich die Produkte und Dienstleistungen eines Unternehmens am Markt entwickeln können.
Machen Sie keine typischen Fehler von Neueinsteigern. Handeln Sie so wie hier in 4 Punkten empfohlen:- Erwerben Sie für Ihr Vorsorge-Depot nur Aktien von Unternehmen, von deren Marktchancen Sie persönlich überzeugt sind. Oder verfolgen Sie nur solche Anlagestrategien, die Sie klar nachvollziehen können.
- Große Unternehmen wachsen weniger stark als kleine Firmen. Trotz dieser Börsenregel sollte in Ihrem Altersvorsorge-Depot der Anteil so genannter Blue-Chips klar überwiegen. Das sind Aktien von Unternehmen mit erstklassiger Bonität, die im amtlichen Handel zugelassen sind, bei denen täglich erhebliche Börsenumsätze erfolgen, die also jederzeit problemlos ge- und verkauft werden können.
- Setzen Sie dabei auf Unternehmen aus verschiedenen Branchen. Bauen Sie Ihren Mix kontinuierlich aus, um in möglichst allen interessanten Sektoren mit Aktien vertreten zu sein.
- Starten Sie damit zunächst in Deutschland bzw. dem Euro-Raum. Haben Sie hier erste Börsenerfahrung gesammelt, erweitern Sie das Depot zunächst um ausgewählte US-Aktien. Später können ergänzend weitere Wachstumsregionen folgen.
Wer sich so über Jahre hinweg sein persönliches Aktiendepot aufbaut sowie besonnen ergänzt und, falls geboten, umschichtet, braucht sich von kurzfristigen Kursrückschlägen an einzelnen Börsen nicht irritieren zu lassen. Vor der jüngsten Börsenkrise hat der zu erwartende Wertzuwachs nach Ablauf von 5 Jahren bei einer solchen Streuung nach den Erfahrungswerten der Vergangenheit ca. 75% betragen. Das waren aufs Jahr gesehen 12,5% plus Zinseszins.
Kaufen und möglichst lange liegen lassen hat sich selbst bei Blue-Chips in den letzten Jahren nicht bewährt. Dennoch verschwinden solche Unternehmen nicht einfach vom Kurszettel, sie werden allenfalls aufgekauft oder zerlegt. Selbst, wenn es einmal problematisch wird, wird immer etwas übrig bleiben. Die Börse lebt vom ständigen Auf und Ab. Deshalb kann Ihnen auch niemand mit Gewissheit den richtigen Kauf- und Verkaufszeitpunkt vorraussagen. Sie können sich an solchen Empfehlungen orientieren. Die letzte Entscheidung sollten Sie sich immer selbst vorbehalten. Am besten bereiten Sie Ihren Einstieg in den Aktienkauf zur Altersvorsorge so vor:- Stellen Sie sich auch für die Anlage in Aktien einen Sparplan mit klaren persönlichen Zielen auf. Investieren Sie möglichst zu festen Terminen gleich hohe Beträge.
- Legen Sie auch die Zinsen bzw. Rendite-Erträge, die Sie erzielen, immer wieder an. Denken Sie an Ihr Investment nicht wie an einen guten Nebenverdienst. Reinvestieren Sie Ihr Geld, dann wird der Zinseszinseffekt bereits nach einigen Jahren Ihrer Anlage den größten Auftrieb geben.
- Haben Sie Ihr Ziel erreicht, schichten Sie vor dem Ruhestand in risikoärmere Investments um. Etwa in Zinsanlagen, aus denen Ihnen dann, im optimalem Fall ohne Mittelverzehr, regelmäßige Einkünfte zufließen.
Als Alternative zu Aktien werden häufig Discount-Zertifikate empfohlen Aber, wie andere Aktienzertifikate sind auch Discount-Zertifikate an die Entwicklung einer Aktie gekoppelt. Übersteigen die Aktienkurse am Laufzeitende einen bestimmten Wert, werden die Anleger ausgezahlt. Notieren Sie unter diesem Basispreis, bekommen Sie als Anleger je Zertifikat genau eine Aktie.
Bei vielen dieser Aktien-Zertifikate erhalten Sie als Prämie für diese werte eine hohe Verzinsung. Discount-Zertifikate werden stattdessen mit einem Abschlag auf den tagesaktuellen Aktienkurs verkauft. Steigt dieser, gewinnen Sie durch die Wertsteigerung des Zertifikats bis zur Höhe des Basispreises mit. Fällt der Kurs, verlieren Sie erst, wenn auch der "Abschlag" auf den Ursprungskurs aufgezehrt ist. Unser Fazit:
Discount-Zertifikate sind eine Alternative, die jedoch nur richtig gut ist, wenn die Kurse leicht steigen. An starken Kurssteigerungen der Aktie verdienen Sie nicht mit, starke Verluste nehmen Sie voll mit. Beachten Sie zudem, dass die Rendite durch den Abschlag oft auf zwei Jahre verteilt werden muss. Wer sich also für Discount-Zertifikate interessiert, sollte Papiere auf weniger schwankende Aktien nehmen.
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