Aktien verkaufen - worauf Sie achten sollten
Jede Aktie steht und fällt mit der wirtschaftlichen Ertragskraft des Unternehmens. der Aktienkurs kann somit starken Schwankungen unterliegen. Geht ein Unternehmen konkurs, ist das Aktienkapital ganz, bei einer Sanierung nach Überschuldung in der Regel weitgehend verloren. Das heißt, Sie müssen Ihre Aktien schon im Auge behalten.
"Es ist unsinnig, die Aktienkurse ununterbrochen zu verfolgen. Wenn man von der Richtigkeit seiner Anlage überzeugt ist, muss man hartnäckig, zäh und geduldig sein". Diesen Spruch des Börsenspekulanten André Kostolany sollten Sie beherzigen. Das können Sie auch, wenn Sie tatsächlich in Unternehmen investiert haben, die Ihr Vertrauen verdient haben.
Nur, auf Dauer werden Sie kein Unternehmen finden, permanent steigt. Viele Anleger begehen den Fehler, an bestimmten Aktien förmlich zu kleben. Sie sitzen selbst extreme Kursschwankungen aus. Kommt irgendwann der Zeitpunkt, zu dem die Aktie wegen Kapitalbedarfs verkauft werden muss, ist die Enttäuschung groß. Beispiel Siemens: Wer diese Aktie Anfang 1999 kaufte, bezahlte dafür etwa 40 Euro. Im Jahresverlauf 2000 stieg der Kurs in der Spitze bis zu 130 Euro. 2001 fiel er wieder bis unter die 40-Euro-Marke.
Wer diese Berg- und Talfahrt mitgemacht hat, ohne zumindest einen Teil der Gewinne zu realisieren, hat die einzigartige Gelegenheit verpasst, mühelos richtig viel Geld an der Börse zu verdienen.
Natürlich fällt es gerade in guten Börsenzeiten nicht leicht, sich für den Verkauf einer Aktie zu entscheiden. Schließlich könnte der Kurs ja noch höher steigen. Das Beispiel Siemens verdeutlicht das besonders plastisch. Ähnlich ist es Anlegern mit der Deutschen Telekom gegangen: Dreistellige Buchgewinne haben sich in wenigen Monaten im Börsenalltag verflüchtigt.
Sie sollten deshalb den Mut finden, erfreuliche Kursentwicklungen zumindest teilweise oder auch ganz zum Ausstieg zu nutzen. Selbst wenn Sie sich später ärgern, dass Sie noch mehr Geld hätten verdienen können. Nur realisierte Gewinne sind echte Gewinne!
Die Entscheidung, wann Sie eine Aktie verkaufen, sollten Sie immer selbst treffen. Hilfreich kann es dafür sein, sich bestimmte Kursstrecken nach oben und unten abzustecken und sich bei deren Erreichen konsequent von einer Aktie zu trennen. Das erfordert viel Disziplin. Diese streng kaufmännische Ausrichtung wird sich aber unter dem Strich auszahlen. Denn niemandem gelingt es, bei Aktien immer den wirklich optimalen Ein- oder Austiegszeitpunkt zu erwischen. Was optimal gewesen wäre, stellt sich immer erst im Nachhinein heraus.
Zur Absicherung Ihrer persönlichen Aktienstrategie können Sie etwa bei den DAX-Werten mit Limits arbeiten. Das heißt, Sie beauftragen Ihre Bank, bei erreichen eines bestimmten Kurslimits die Wertpapiere bestens zu verkaufen. Eine solche Order ermöglicht es Ihnen, bereits erzielte Gewinne zu sichern oder einen Verlust zu begrenzen.
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TIPP: Wer sich intensiver mit dem Thema Aktien beschäftigt, sollte regelmäßig unter Aktientagebuchblog.de mitlesen. Der Autor Ingolf Neupert setzt sich hier auf intereesante Art und Weise mit den Entwicklungen an den Börsen auseinander.
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